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Die Berufspraktischen Tage sind ein wichtiger Bestandteil des BO-Unterrichtes.

Auch hier gilt es, sich an genaue gesetzliche Rahmenbedingungen zu halten.

 

Informationen zum Thema Schnuppern findest du auf diesen Seiten:

+ Schnupperlehre im Betrieb

+ Schnupperlehre - Berufspraktische Tage

+ Qualität in der Lehre

+ Thema Schnupperlehre

+ Schulveranstaltungen als Realbegegnungen - Schnuppern

 

Bilder von den Schnuppertagen der NMS findet man unter diesen Links:

+ Galerien Photo Google

+ Bilder Schnuppern NMS

 

Hier ein Schreiben der AK-Oberösterreich zum Thema "Schnuppern":

 

Liebe Jugendliche,
ihr steht vor dem Einstieg ins Berufsleben. Dieser Schritt ist nicht einfach. Es gelten andere Regeln als in der Schule, aber dort wie da gibt es Rechte und Pflichten. Um euch einen gewissen Schutz vor der vollen Härte im Beruf zu bieten, gibt es besondere Regelungen für Jugendliche. Das gilt auch für die berufspraktischen Tage oder Wochen – die Schnupperlehren –, die von eurer Schule organisiert werden. Alles darüber findest du im nachfolgenden Text.

Was sind „berufspraktische Tage und Wochen“?
In einigen Schulen werden „berufspraktische Tage“ durchgeführt. Meist wird dazu „Schnupperlehre“ gesagt. Hier hast du als Schüler die Chance, im Rahmen dieser Schulveranstaltung einen Einblick in die Arbeitswelt zu bekommen. Du hast die Möglichkeit, Betriebe genauer unter die Lupe zu nehmen, Arbeitsvorgänge kennenzulernen und eventuell auch kleine Handgriffe unter Anleitung auszuprobieren. Nur so kannst du für dich selbst feststellen, ob du diesen Beruf einmal ausüben möchtest.

Wozu nützt eine Schnupperlehre?
Du musst bald die Entscheidung treffen, wie dein weiterer Ausbildungsweg aussieht. Dabei kann dir die Schnupperlehre helfen. Die Schnupperlehre soll dich auf die Arbeitswelt vorbereiten. Du lernst in Betrieben Berufe kennen und erfährst, welche Anforderungen dazu notwendig sind. Du kannst erkennen, ob dir ein bestimmter Beruf Spaß macht.

Wann darfst du eine Schnupperlehre machen?
Eine Schnupperlehre wird grundsätzlich von der Schule organisiert und findet im Unterricht statt. Hast du Fragen, wende dich an den Schullaufbahnberater der Schule.

Wo kannst du eine Schnupperlehre machen?
Dein BO-Lehrer organisiert die Schnupperlehre. Du suchst dir mit deinen Eltern einen Betrieb aus. Es ist jedoch die Rücksprache mit dem BO-Lehrer nötig, da dein Betrieb alle rechtlichen Auflagen erfüllen muss.

Wie lange dauert eine Schnupperlehre?
Im Lehrplan der Schule ist festgelegt, wie lange die Schnupperlehre dauert, ob einzelne Tage oder eine ganze Woche dafür vorgesehen sind.

Was kostet eine Schnupperlehre?
Normalerweise kostet eine Schnupperlehre nichts. Kostenbeiträge dürfen nur für Fahrt, Verpflegung (Nächtigung), Eintritte, Kurse, Vorträge, Arbeitsmaterialien, usw. eingehoben werden. Diese Kosten entstehen deinen Eltern.

Wer ist während der Schnupperlehre für dich verantwortlich?
Du wirst von einem Ausbildner oder einem erfahrenen Facharbeiter betreut. Dies ist gerade in Produktionsunternehmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen besonders wichtig. Du musst dich an Anweisungen des Ausbilders halten, denn in einem Unternehmen lauern sehr viele Gefahren, die du noch nicht erkennen kannst. Es ist nur zu deinem eigenen Schutz.

Ist die Schnupperlehre ein Arbeitsverhältnis?
Die Schnupperlehre ist weder ein Arbeits- noch ein Ausbildungsverhältnis, sondern Teil deines Schulunterrichts. Unter entsprechender Aufsicht bzw. Anleitung, kannst du entsprechende Arbeiten ausführen.
 
Hast du fixe Arbeitszeiten?
Die tägliche Anwesenheitspflicht besprichst du mit deinem Betreuer im Betrieb. Deine Anwesenheit im Betrieb ist nur am Tag erlaubt. Die Nachtruhe beginnt um 20 Uhr und endet um 6 Uhr morgens. In Betrieben wie z. B. einer Bäckerei, die Nachtarbeit verrichten, kannst du deine Schnupperlehre daher nur am Tag absolvieren.

Musst du Arbeiten verrichten, die dir aufgetragen werden?
Das Gesetz verbietet fixe Arbeitsaufgaben. In deinem Interesse solltest du die Chance aber nutzen und Handgriffe unter Anleitung versuchen. Viele Arbeiten sehen oft viel einfacher aus, vor allem bei der Bearbeitung der verschiedensten Materialien. So bekommst du auch ein Gefühl für deinen eventuell zukünftigen Job. Du kannst damit auch deine Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Wichtig ist, dass du diese Handgriffe immer unter Aufsicht durchführst, damit Unfälle vermieden werden.
 
Welche Pflichten hast du?
Du musst dich – vor allem was Gefahren im Betrieb angeht – an die Anweisungen deiner Lehrer und der Mitarbeiter des Betriebes halten. Solltest du den Ablauf der Schulveranstaltung stören oder die Sicherheit der Teilnehmer gefährden, kann dich dein Lehrer ausschließen und nach Hause schicken.
Du musst ein Protokoll über deine Schnupperlehre führen, das in der Schule gemeinsam mit den Berufsorientierungslehrern ausgewertet wird.

Wird deine Arbeit entlohnt?
Da die Schnupperlehre als Schulveranstaltung gilt und nicht als Arbeitsverhältnis, hast du keinen Anspruch auf Entlohnung.

Was passiert, wenn du in dieser Zeit krank wirst?
Wirst du während dieser Tage krank, musst du dem Betrieb und der Schule sofort Bescheid geben.

Bist du als Schnupperlehrling auch versichert?
In der Zeit, in der du dich in einer Schnupperlehre befindest, muss dich der Betrieb nicht versichern, weil du eine gesetzliche Schülerunfallversicherung hast.

Darf man in den Ferien schnuppern?
Schüler der 4. Klasse Neue Mittelschule, der PTS sowie der 4. Klasse der AHS dürfen maximal 15 Tage pro Betrieb und Kalenderjahr außerhalb der Unterrichtszeiten schnuppern, wenn die Eltern einverstanden sind und eine Bestätigung über die Aufklärung wichtiger Rechtsvorschriften (Arbeitnehmerschutz) vorliegt.